Produktgestaltung für Mikrona CELAY Dentalschleifmaschine

Quecksilberamalgam war jahrzehntelang alternativlos als Füllstoff für kariöse Zahnschäden, bis es wegen ökologischer, gesundheitlicher und ästhetischer Bedenken zunehmend in Frage gestellt wurde. Nach einer Alternative wurde intensiv geforscht, lange Zeit erfolglos. Den Durchbruch brachte schliesslich das von der Mikrona Technologie AG entwickelte CELAY-System, das den früher nur im Labor zu leistenden Verarbeitungs-Prozeß von Dentalkeramik in die Abläufe der Zahnarzt-Praxis integrierte.

CELAY arbeitet ähnlich einer Kopierfräse, nur ungleich präziser. Als Vorlage dient ein Zahnabdruck aus Kunststoff. Durch Abtastung wird binnen ca. 10 min. ein Duplikat aus einem Vollkeramik-Rohling herausgearbeitet, der sofort eingesetzt werden kann.Für den Patienten brachte CELAY enorme Fortschritte: Ein qualitativ optimales Behandlungsergebnis in nur einer Sitzung ohne lästige Provisorien. Für den Behandler hieß es, sich auf neue Arbeitstechniken einzustellen. CELAY konnte nur erfolgreich sein, wenn der Lernaufwand gering gehalten wurde. Zudem mußte das Gerät kompakt, leise und sauber sein, darüber hinaus mobil und formschön, um sich harmonisch in moderne Praxisumgebungen einzufügen. Kurz: Eine Herausforderung wie gemacht für die Gestalter der Meyer-Hayoz Design Engineering Group.

Die erfolgreiche Markteinführung des CELAY im Jahre 1992 basierte auf dem bis dato unerreicht kleinen Randspalt der damit erstellten Inlays. An diesem Qualitätsvorsprung hat sich auch durch den anschliessenden Einzug der digitalen Technologien praktisch nichts verändert; der weiter optimierte digitale Workflow und Bedienkomfort verhalf den neuen, 3D-CAD-basierten Systemen letztlich zum Durchbruch.

1993 wurde unsere Arbeit für das Mikrona CELAY-Gerät vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen mit der ”Auszeichnung für höchste Designqualität, DIE BESTEN DER BESTEN” gewürdigt (entsprechend heute: Red Dot Design Award Product Design, ”Best of the Best”).